Was man in Olbia bei Regen tun kann (oder bei starkem Wind)
Es passiert auch in Sardinien: ein Sommergewitter, ein Tag mit Mistral von 30 Knoten, die Exkursion wurde abgesagt. Kein Grund zur Panik – der Tag ist nicht verloren. Olbia und die Gallura haben einen Plan B aus Museen, Weinkellern, Granitdörfern und langen Tischplatten. So verwandelst du den Tag ohne Strand in den interessantesten deines Urlaubs.
Die Altstadt und das Museum (kostenlos)
Das Archäologische Museum von Olbia, auf der kleinen Insel im Hafen, ist die Überraschung, die niemand erwartet: freier Eintritt und das Wrack einer römischen Flotte, die im 5. Jahrhundert von den Vandalen verbrannt wurde, mit den originalen Hölzern in einer schwebenden Szenerie ausgestellt. Rundherum kann das Zentrum in etwas mehr als einer Stunde erkundet werden: die romanische Basilika San Simplicio (frag nach den 'Fertilitätssteinen'), die Corso Umberto für reduziertes Shoppen in den Arkaden und die Konditoreien, um Seadas und Papassini mit einem Kaffee zu probieren.
Die Vermentino-Weinkeller
Gallura ist die einzige DOCG der Sardinien und der Regentag ist der perfekte Vorwand: die Weinkeller zwischen Olbia, Telti und Berchidda empfangen dich mit geführten Verkostungen (15-30€ mit Platten von Pecorino und Wurstwaren) zwischen Weinbergen und Granit. Buche die Besichtigung am Morgen für den Nachmittag: In der Saison füllen sich die Gruppen schnell. Die Rückkehr nach Hause mit ein paar Flaschen zum Preis des Weinkellers ist das cleverste Souvenir des gesamten Urlaubs – und wiegt genau das Limit des aufgegebenen Gepäcks.
Die Granitdörfer im Landesinneren
Eine halbe Stunde Autofahrt und du bist in einem anderen Sardinien: San Pantaleo, das Künstlerdorf unter den Granitspitzen, mit Galerien und Cafés am Platz (der Mittwochmarkt allein ist schon die Reise wert); Luogosanto und seine Basilika; Tempio Pausania mit den gepflasterten Straßen aus grauem Granit und den Quellen von Rinaggiu. Mit Kindern ist der Gewinnerstopp das Korkmuseum von Calangianus: neugieriger, als es klingt. Auf dem Rückweg gibt es Abendessen in einem Agriturismo im Landesinneren: Gallurese-Suppe, Spanferkel und die Rechnung, die lächelt.
Und wenn das Meer bewegt, aber es nicht regnet?
Der Mistral, der die Ausflüge absagt, bringt seine eigenen Shows: die Wellen bei Capo Ceraso und Porto Istana sind einen fotografischen Spaziergang wert, und die Binnenbucht ist oft befahrbar – Delfinfahrten in den geschützten Gewässern bestätigen manchmal, wenn alles andere stillsteht. Alternativ: der Panoramaufstieg zum Monte Pino, Shopping im Terranova Outlet oder einfach die kontraintuitive sardische Wahrheit: Der windige Tag ist der beste, um die berühmten Strände zu besuchen. Leer, wild und ganz für dich – für das Foto, nicht für das Baden.
Wird die Exkursion bei schlechtem Wetter erstattet?
Ja, immer: im Falle einer Absage aufgrund von Wetterbedingungen erfolgt eine 100%ige Rückerstattung, oder du kannst die Buchung auf einen anderen Tag deines Urlaubs verschieben. Die Mitteilung erfolgt in der Regel am Abend vorher oder am frühen Morgen.
Wie lange dauern normalerweise die Sommerstörungen?
Wenig: die Sommertemporale dauern in der Regel nur ein paar Stunden und der starke Mistral hält 1-3 Tage an. Es ist selten, dass man mehr als einen Tag Strand während einer Woche Urlaub zwischen Juni und September verliert.
Ist das Archäologische Museum kinderfreundlich?
Ja: es ist klein, kostenlos, und die römischen Schiffe mit den originalen Hölzern beeindrucken sogar die Kleinsten. In einer Stunde kann man es in Ruhe besichtigen, und am Ausgang vervollständigen der Hafen und die Eisdielen des Corso das Programm.
Akzeptieren die Weinkeller Besuche ohne Reservierung?
Einige schon, aber in der Hochsaison muss die geführte Verkostung mindestens einen Tag im Voraus reserviert werden. Viele Weinkeller organisieren auch den Direktverkauf: dafür kann man ohne Termin während der Öffnungszeiten vorbeikommen.